Ergotherapie in der Handtherapie, befasst sich mit der umfassenden Rehabilitationvon Patienten mit Verletzungen, Erkrankungen und Fehlbildungen der oberen
Extremitäten.
Die individuelle Behandlung ist ausgerichtet auf die Erhaltung oder Wiederherstellung von Funktionen im motorischen und sensorischen Bereich bzw. die Anpassung eines realistischen Einsatzes der
geschädigten Extremität bzw. Hand. Weiterhin liegt der Fokus auf die Bewältigung der Anforderungen in den Alltagssituationen sowie auf die Unfall- und Krankheitsverarbeitung. Die Ergotherapie
strebt hierbei die größtmögliche Handlungsfähigkeit des Patienten im persönlichen, beruflichen und sozialen Lebnsbereich an.
(vgl. Ergotherapie in der Handrehabilitation, B. Waldner-Nilsson, Diday-Nolle et al. 1991)
Um eine gezielte Behandlung optimal durchführen zu können, ist es wichtig, dass die Zielstellungen gemeinsam vereinbart werden.
Die Ergotherapie in der Handtherapie:
- erfolgt konservativ oder nach einem operativen Eingriff
- bezweckt das optimale Wiedererlangen bzw. Erlangen der motorischen und sensiblen Funktionen, welche für den Gebrauch der Hand bei den Verrichtungen des täglichen Lebens, im Beruf unerlässlich und
für den Patienten bedeutungsvoll sind
- hat die durch die chirurgische Versorgung indizierten therapeutischen Maßnahmen sowie die Vorsichtsmaßnahmen in Bezug auf die Belastbarkeit der heilenden Strukturen zu beachten
- sollte die Wiederherstellung bzw. Herstellung einer differenzierten Tast-, Greif- und Haltefunktion der Hand bei einer durch Verletzung, Erkrankung oder Fehlbildung entstanden Schädigung
sein
- strebt die Integration der Hand und des Armes in das Körperschema ein(vgl. Ergotherapie in der Handrehabilitation, B. Waldner-Nilsson, Diday-Nolle et al. 1991)
Folgende Krankheitsbilder können innerhalb der Handtherapie behandelt werden:
- Rheumatische Erkrankungen
- Dupuytrensche Kontraktur
- Nervenkompressinssyndrome z.B. Carpaltunnel-Syndrom
- CRPS-1(Complex Regional Pain Syndrom 1), veraltet Morbus Sudeck-->wird oft nicht erkannt!
- Fingergelenksverletzungen
- vielfältige Frakturen der Hand, z.B. der Mittelhandknochen
- Unterarmfrakturen, z.B. Bruch der Speiche oder der Elle
- Verletzungen der Beuge- und Strecksehnen
- Periphere Nervenläsionen
- Verbrennungen und Verbrühungen der Hand
- Amputationen im Bereich der Finger und von Teilen der Hand(vgl. Ergotherapie in der Handrehabilitation, B. Waldner-Nilsson)