" Sage mir etwas- und ich werde es vergessen.
Zeige mir etwas- und ich werde mich erinnern.
Lass mich etwas tun- und ich werde es verstehen." Konfuzius
Ergotherapie in der Pädiatrie ist ein Arbeitsfeld, das sich speziell auf die kindliche Entwicklung bezieht. Dabei wird auf die grundlegenden sensomotorischen Funktionen und Fertigkeiten der Kinder mittels entsprechender Methoden Einfluss genommen.
Der Therapeut stützt sich dabei auf Erkenntnisse aus der Neurophysiologie, der Pädagogik, der Entwicklungspsychologie und auf das Wissen um normale sensomotorische Entwicklung und deren Abweichungen. Nach aktuellem Stand sprechen wir heute von Neurodivergenz bei Kindern und Erwachsenen,
einer sogenannten Abweichung des „neurotypischen“ Standards.
Am Anfang der Behandlung stehen das Kennenlernen des Kindes und der Eltern/ Bezugsperosnen, das Elterngespräch mit dem Vorstellungsgrund und die Befunderhebung, wodurch wir feststellen wollen, worin die Ursache der Schwierigkeiten des Kindes in der Alltagbewältigung liegen.
Dabei werden folgende Bereiche überprüft:
Entsprechend des Entwicklungsstandes und der speziellen Schwierigkeiten und Einschränkungen des Kindes im Alltag werden gemeinsam Ziele vereinbart und ein individueller Behandlungsplan erstellt.
Über Angebote von unterschiedlichen Materialien, Geräten, gezielten Aufgaben und dem Spielen wird das Kind unterstützt seine Fähigkeiten spielerisch zu beüben und so Versäumtes nachzuholen.
Der Schwerpunkt in der pädiatrischen Ergotherapie liegt also auf der Entwicklung und Stärkung der sensomotorischen Fähigkeiten des Kindes.
Besondere Aufmerksamkeit gehört Kindern mit Wahrnehmungsstörungen, die nicht so handeln, wie es Eltern oder andere aus dem Umfeld des Kindes erwarten.
Diese Kinder fallen auf durch:
Ursache ist meist eine nicht ausreichende Qualität in einem oder mehreren Bereichen der kindlichen Entwicklung. Die Kinder können Reize aus der Umwelt (z.B. Gleichgewicht, Einordnung des Körpers im Raum, Reize auf der Haut, Geräusche) nur undeutlich wahrnehmen. Manchmal können es aber auch zu viel oder zu wenige sein.
Dieses muss beim Kind erkannt und entsprechend behandelt werden, damit es in der Lage ist, seine an ihn gestellten Aufgaben im Alltag gerecht zu werden und für ihn bedeutungsvolle Betätigungen ausführen kann.
Kinder sind keine Fässer, die gefüllt
sondern Feuer, die entzündet werden wollen. Rabelais
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